Filmkritik: Captain Marvel (Kinostart: 07.03.19)

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Gesehen: 2D, deutsch, synchronisiert, Kino

Das MCU hat sich in den vergangenen Jahren zu dem wohl wichtigsten Kino- und Filmuniversum gemausert, dass die aktuelle Zeit zu bieten hat. Jährlich erscheinen etwa drei neue Filme, die diesem angegliedert sind. Mit dem nun erschienen 21. Film steht die Reihe nun kurz vor dem großen Finale, auf dass alle Cineasten kaum noch warten können: Avengers: Endgame!
Doch um die Grundlagen zu legen für diese Hoffnung aller Marvel-Fans, wird Captain Marvel in einem eigenen Film eingeführt und vorgestellt.

Vers ist eine Kriegerin des Kree-Imperiums. Die Krees befinden sich im Krieg mit den Skrulls und um eine Invasion vorzubeugen, wird Vers mit ihrem Team zu einer speziellen Mission entsandt. Diese geht jedoch reichlich schief und Vers wird von den Skrulls gefangen genommen. Diese versuchen mit Hilfe einer speziellen Maschine in Ihren Erinnerungen nach wichtigen Informationen zu suchen. Sie selbst ist vor sechs Jahren ohne jegliche Erinnerung an ihr früheres Leben bei den Krees aufgewacht. Stück für Stück werden viele Teile ihrer Erinnerungen wieder erneuert. Sie schafft es zu fliehen und landet dabei auf der Erde, verfolgt von ihren Feinden. Mit Hilfe des S.H.I.E.L.D.-Agents Nick Fury rekonstruiert sie nach und nach ihre Erinnerungen und erkennt, dass sie selbst von der Erde stammt. Im weiteren Verlauf werden Feinde zu Freunden und Freunde zu Feinden und Vers, die eigentlich Carol Danvers, gespielt von Brie Larson, heißt, muss versuchen einen Krieg zu verhindern, in dem sie eine ganz spezielle Technologie schützt.

Als ausgesprochener Marvel-Fan kenne ich natürlich jedes Produkt des MC Universe. Hier vertreten sind so ziemlich alle Qualitätsstufen von Filmen: von überragend gut, bis katastrophal langweilig! Zuletzt wurde ich von Black Panther sehr enttäuscht und hingegen von Avengers: Infinity War sehr begeistert.
In „Captain Marvel“ bin ich mit sehr gemischten Gefühlen hineingegangen, da der Trailer nicht viel Raum für Begeisterung lies.
Der Film beginnt für mich recht emotional, denn es wird auf wirklich tolle Weise an den großen Stan Lee erinnert. In der Regel geschieht dies immer am Ende eines Films, umso mehr Aussage liegt in dieser Geste den Dank als aller erstes zu zeigen.
Samuel L. Jackson hat wie immer eine grandiose Rolle als Nick Fury gespielt, auch wenn ich es fast schon schade fand, dass dem Zuschauer endlich viele Teile seiner Vorgeschichte offenbart wurden. Das Besondere an dem Charakter war wohl bisher das große Mysterium, welches um ihn gemacht wurde.  
Leider hat mich ansonsten der Film eher enttäuscht. Die Kampfszenen wirkten wie in alten Bud Spencer Filmen, gepimpt mit viel CGI. Auch die Scherze und humoristischen Ansätze erinnern mich eher an die Anfänge des MCUs und haben somit absolut an Charme verloren. trotz dass es scheint, als wäre der Film einzig und allein dafür gedreht wurden, um Informationen bekannt zu geben, die in allen anderen Filmen immer angedeutet aber nie gezeigt wurden, birgt diese Produktion meiner Ansicht doch so einige Logiklöcher.
Der gesamte Film wirkt eher runtergerattert, als ob alle aus der Produktion nur noch Lust auf den großen Finalfilm hätten und somit ihre gesamte Zeit und Energie in das Avengers-Projekt gesteckt hätten.
Ein recht unterhaltsames Element haben die Macher jedoch dann doch noch verarbeitet: eine süße kleine Katze, die für viel Trubel sorgt.
Zu gute halten muss ich dem Film, dass endlich auch mal eine Frau in der Hauptrolle des MCU präsentiert wird und auch gut überzeugen konnte. Jedoch wirkte es, als ob die Produzenten darein noch nicht ihr volles Vertrauen setzen wollten und daher auch Samuel L. Jackson eine Art Hauptrolle verpasst haben, welcher zum Teil mehr den Fokus auf sich zog als Brie Larson.

Insgesamt möchte ich sagen, dass dieser Film ein wenig auf Avengers einstimmt und daher die Vorfreude gut steigert. Für sich betrachtet handelt es sich jedoch um eine eher schwächere Produktion, wenn nicht sogar die schwächste im MCU. Auch das bildgewaltige „Feuerwerk“ blieb leider aus. Vielleicht ändert sich dies sobald ich ihn mir noch einmal im IMAX angesehen habe.
Ich empfehle dennoch allen Marvel-Fans diesen Film zu gucken, da er einfach auch einige wichtige Informationen für den finalen Film enthält.
Auch solltet ihr sitzen bleiben, denn direkt nach der Nennung aller Namen wird noch einmal eine Abspannszene gezeigt und ganz zum Schluss gibt es eine weitere Creditszene (die jedoch eher unbedeutend ist und vielleicht nicht unbedingt das lange Warten rechtfertigt).

Humor: 3/10Action: 6/10Erotik: 0/10Niveau: 2/10
Gefühl: 1/10
Musik: 5/10Spannung: 1/10Gewalt: 2/10

Gesamtbewertung: 5/10

Viel Spaß im Kino!

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