‚Finding Emily‘ Kinostart: 10.09.2026 (Spoilerfreie Besprechung)

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318 Emilys gibt es an der Universität – doch Owen sucht nur die eine. Das Problem: Viel mehr als ihren Namen weiß er nicht über die Frau, die ihm nach einer gemeinsamen Begegnung nicht mehr aus dem Kopf geht. Eigentlich hat er sogar ihre Telefonnummer bekommen. Nur stellt sich ausgerechnet die als falsch heraus.

Und genau an diesem Punkt beginnt „Finding Emily“ mit einer Frage zu spielen, die vermutlich so manchem bekannt vorkommen dürfte: Was passiert, wenn man jemanden trifft, von dem man vom ersten Moment an vollkommen fasziniert ist – und anschließend feststellen muss, dass die Nummer, die man bekommen hat, nicht stimmt?

War es Absicht? Wollte Emily Owen vielleicht einfach keinen direkten Korb geben und hat deshalb eine falsche Nummer genannt? Wollte sie gar nicht gefunden werden? Oder war es tatsächlich nur ein Versehen, weil beide nach diesem besonderen Abend so aufgedreht waren, dass beim Austausch der Kontaktdaten etwas schiefging?

Mit genau diesen Gedanken muss sich auch Owen auseinandersetzen. Für ihn steht allerdings fest: Er hat sich die besondere Verbindung zwischen ihnen nicht eingebildet. Emily war genauso fasziniert von ihm wie er von ihr. Und deshalb will der Musiker nicht einfach akzeptieren, dass ihre Begegnung mit einer falschen Telefonnummer enden soll.

Es gibt allerdings ein kleines Problem: An der Universität gibt es 318 Emilys.

Also beginnt Owen, nach seiner Emily zu suchen – und stürzt dabei nach und nach den gesamten Campus ins Chaos. Unterstützung bekommt er von einer Psychologiestudentin, die zunächst aus ganz eigenen Gründen Interesse an seiner ungewöhnlichen Mission entwickelt. Denn sie möchte herausfinden, ob Liebe tatsächlich verrückt machen kann. Owen scheint dafür das perfekte Studienobjekt zu sein.

Doch je länger die Suche dauert, desto interessanter wird eine andere Frage: Sucht Owen tatsächlich noch Emily – oder ist es inzwischen die Suche selbst, die ihn nicht mehr loslässt?

Genau hier entwickelt „Finding Emily“ seinen besonderen Reiz. Denn Owens romantische Hartnäckigkeit bewegt sich auf einem schmalen Grat. Was zunächst unglaublich liebenswert und romantisch erscheint, kann aus einer anderen Perspektive schnell vollkommen verrückt wirken. Wie weit darf man gehen, um jemanden wiederzufinden, von dem man überzeugt ist, dass zwischen beiden etwas Besonderes entstanden ist?

Und vor allem: Wie wird Emily reagieren, sollte Owen sie tatsächlich finden?

Schließlich bleibt seine Suche nicht lange eine kleine private Angelegenheit. Sie nimmt immer größere Ausmaße an und gerät zunehmend außer Kontrolle. Für Owen mag das der ultimative Beweis dafür sein, wie wichtig ihm diese eine Begegnung war. Für Emily könnte die Geschichte allerdings ganz anders aussehen.

Gerade dieses Spiel mit unterschiedlichen Wahrnehmungen macht die Geschichte spannend. Wir leben in einer Zeit, in der ein Name und wenige Informationen oftmals ausreichen, um jemanden innerhalb von Minuten über soziale Netzwerke aufzuspüren. „Finding Emily“ macht daraus eine moderne romantische Schnitzeljagd und verbindet die klassische Vorstellung von der großen, schicksalhaften Begegnung mit der Frage, wann romantische Beharrlichkeit vielleicht einen Schritt zu weit geht.

Dabei darf natürlich eine weitere Möglichkeit nicht vergessen werden: Vielleicht suchen wir manchmal so verbissen nach einer bestimmten Vorstellung von Liebe, dass wir gar nicht bemerken, was direkt vor uns passiert.

Wird Owen am Ende also tatsächlich seine Emily wiederfinden? War die falsche Telefonnummer wirklich nur ein Versehen? Und wenn sich die beiden tatsächlich noch einmal gegenüberstehen sollten – ist die Faszination des ersten Abends noch immer da? Oder hat Owens inzwischen ziemlich spektakuläre Suche längst alles verändert?

Und dann bleibt natürlich die wichtigste Frage einer romantischen Komödie: Gibt es für Owen und Emily wirklich das erhoffte Happy End?

Wie die außergewöhnliche Suche ausgeht, ob Owen tatsächlich die richtige Emily wiederfindet und ob am Ende aus einer falschen Telefonnummer doch noch die große Liebe werden kann, erfahrt ihr ab dem 10. September 2026 im Kino.

Hinter dem Film stehen mit Tim Bevan und Eric Fellner zwei Produzenten, die das Genre der romantischen Komödie seit Jahrzehnten mitgeprägt haben. Zu ihren Produktionen gehören unter anderem „Notting Hill“, „Tatsächlich… Liebe“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Alles eine Frage der Zeit“ und die „Bridget Jones“-Filme. Ebenfalls zum Produktionsteam gehört Olivier Kaempfer.

Für Alicia MacDonald markiert „Finding Emily“ das Spielfilmdebüt als Regisseurin. Das Drehbuch stammt von Rachel Hirons („A Guide to Second Date Sex“).

„Finding Emily“ erinnert uns daran, dass manchmal ausgerechnet eine falsche Nummer der Anfang einer ziemlich außergewöhnlichen Geschichte sein kann.

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