„Salon Rosie“ – Peter Plate und Ulf Leo Sommer bringen die nächste Musical-Weltpremiere nach Berlin

0

Zwei Schwestern, alte Geheimnisse und jede Menge Emotionen: Am 30. Oktober 2026 feiert das neue Musical „Salon Rosie“ seine Weltpremiere im Berliner Theater des Westens. Bereits am 22. Oktober durften Pressevertreter und ausgewählte Gäste bei einer Pressekonferenz erste Einblicke in die neue Produktion gewinnen.

Nach den Erfolgen von „Ku’damm 56“, „Ku’damm 59“, „Romeo & Julia – Liebe ist alles“, „Die Amme“ und zuletzt „Wir sind am Leben“ präsentieren Peter Plate und Ulf Leo Sommer bereits ihr nächstes Musicalprojekt. Und auch dieses Mal dürfen sich die Zuschauer auf eine Mischung aus großen Gefühlen, eingängigen Songs, Humor und einer Geschichte freuen, die weit mehr erzählt, als der Titel zunächst vermuten lässt.

Zwei Schwestern, zwei Leben und eine gemeinsame Vergangenheit

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Friseurmeisterin Rosi Fröhlich, gespielt von Steffi Irmen. Ihr geliebter Friseursalon steht vor dem Aus. Was sie sich über Jahre aufgebaut hat, droht plötzlich zu zerbrechen.

Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation taucht ihre Schwester Gabi, verkörpert von Kathi Damerow, wieder auf.

Gabi war einst ein gefeierter DDR-Schlagerstar, doch die großen Zeiten des Ruhms liegen inzwischen hinter ihr. Zehn Jahre haben sich die beiden Schwestern nicht gesehen. Nun treffen zwei Frauen aufeinander, die zwar dieselben Wurzeln haben, deren Lebenswege jedoch kaum unterschiedlicher hätten verlaufen können.

Während Rosi um ihre Existenz kämpft, muss sich Gabi mit ihrem verblassten Ruhm auseinandersetzen. Alte Verletzungen, Neid, Eifersucht und unausgesprochene Wahrheiten kommen wieder ans Licht.

Dabei steht eine Frage immer wieder im Raum: Warum scheint die andere Schwester das Leben bekommen zu haben, das man sich vielleicht selbst gewünscht hätte?

Die Handlung führt zurück in die DDR der 1980er-Jahre und erzählt von familiären Konflikten, persönlichen Entscheidungen, enttäuschten Hoffnungen und dem Wunsch nach Anerkennung.

Doch bei aller Emotionalität soll auch der Humor nicht zu kurz kommen. Denn wenn zwei temperamentvolle Schwestern nach einem Jahrzehnt wieder aufeinandertreffen, sind schlagfertige Dialoge und turbulente Auseinandersetzungen praktisch vorprogrammiert.

Die Vorgeschichte zu „Wir sind am Leben“

Für Fans der bisherigen Musicalproduktionen von Peter Plate und Ulf Leo Sommer ist „Salon Rosie“ besonders spannend.

Das neue Stück erzählt die Vorgeschichte des erfolgreichen Berlin-Musicals „Wir sind am Leben“ und rückt eine Figur in den Mittelpunkt, die das Publikum bereits kennt.

Dabei werden auch Fragen aufgegriffen, die bislang unbeantwortet geblieben sind: Welche Erlebnisse haben Rosi geprägt? Wie kam es zu ihrer Tätigkeit als inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi? Und weshalb ist das Verhältnis zu ihrer Tochter Nina und ihrer Schwester so schwierig?

„Salon Rosie“ bietet damit die Möglichkeit, eine bereits bekannte Figur aus einer völlig neuen Perspektive kennenzulernen.

Gleichzeitig ist die Geschichte so angelegt, dass auch Zuschauer ohne Vorkenntnisse in die Welt der beiden Schwestern eintauchen können.

Peter Plate und Ulf Leo Sommer – ein Erfolgsteam mit unverwechselbarer Handschrift

Wenn Peter Plate und Ulf Leo Sommer ein neues Musical ankündigen, werden die Erwartungen inzwischen hochgeschraubt.

Die beiden gehören seit Jahrzehnten zu den prägenden Songschreibern und Musikproduzenten der deutschen Musiklandschaft.

Peter Plate wurde insbesondere als Mitglied des erfolgreichen Popduos Rosenstolz bekannt, das er gemeinsam mit der 2025 verstorbenen Sängerin AnNa R. bildete. Ulf Leo Sommer war dabei über viele Jahre ein wichtiger kreativer Partner und an zahlreichen Songs beteiligt.

Gemeinsam schrieben und produzierten Plate und Sommer außerdem Musik für Künstler wie Sarah Connor, Helene Fischer, Max Raabe und 2raumwohnung.

Was ihre Arbeit auszeichnet, ist die Fähigkeit, persönliche Geschichten und große Emotionen in Musik zu verwandeln. Ihre Songs erzählen häufig von Liebe, Sehnsucht, Verlust, Hoffnung und dem Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.

Genau diese Themen finden sich auch in ihren Musicalproduktionen wieder.

Mit „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“ brachten sie deutsche Zeitgeschichte auf die Bühne. „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ interpretierte Shakespeares berühmte Liebestragödie musikalisch neu, während die Figur der Amme anschließend sogar ihr eigenes Musical erhielt.

Mit „Wir sind am Leben“ widmeten sich Plate und Sommer schließlich dem Berlin der frühen 1990er-Jahre und erzählten eine Geschichte über Familie, Freiheit und gesellschaftliche Veränderungen.

Dabei haben die beiden längst bewiesen, dass deutschsprachige Musicals nicht zwangsläufig auf internationale Vorlagen angewiesen sind, um ihr Publikum zu begeistern.

Vielmehr setzen sie auf eigene Geschichten, starke Charaktere und Musik, die auch außerhalb des Theaters funktioniert.

Mit „Salon Rosie“ führen sie diesen Weg konsequent fort.

Ein bewährtes Kreativteam und zwei starke Frauen

Für die Musik und Songtexte zeichnen Peter Plate und Ulf Leo Sommer gemeinsam mit Joshua Lange verantwortlich.

Buch und Regie übernehmen Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck, die bereits bei früheren Produktionen mit dem Erfolgsteam zusammengearbeitet haben. Für die Choreografie ist Nele Neugebauer zuständig.

Im Mittelpunkt stehen jedoch zwei Darstellerinnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deshalb eine spannende Kombination versprechen.

Steffi Irmen hat sich spätestens mit ihrer gefeierten Darstellung der Amme in „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ und dem eigenen Musical „Die Amme“ zu einem Publikumsliebling am Theater des Westens entwickelt.

Mit ihrer Mischung aus Humor, Ausdrucksstärke und emotionaler Präsenz ist sie geradezu prädestiniert für die Rolle der Rosi.

An ihrer Seite steht Kathi Damerow, die auf eine langjährige Karriere als Schauspielerin, Musicaldarstellerin, Autorin und Regisseurin zurückblickt.

Als Gabi Fröhlich verkörpert sie eine Frau, die einst im Rampenlicht stand und nun feststellen muss, dass Erfolg und Anerkennung nicht für die Ewigkeit bestimmt sind.

Begleitet werden die beiden von einem Ensemble und einer Live-Band. Musikalisch verbindet die Produktion bekannte Hits aus dem Repertoire von Plate und Sommer mit eigens für das Musical geschriebenen neuen Songs.

Erste Eindrücke bei der Pressekonferenz

Bereits am 22. Oktober öffnete das Theater des Westens seine Türen für eine erste Präsentation der neuen Produktion.

Im Rahmen der Pressekonferenz konnten die anwesenden Pressevertreter und geladenen Gäste erste Szenen erleben und einen Eindruck von der Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren gewinnen.

Die kurzen Ausschnitte vermittelten bereits einen Vorgeschmack auf die Mischung aus bissigem Humor, emotionalen Momenten und musikalischer Unterhaltung.

Dabei wurde deutlich, dass es in „Salon Rosie“ nicht einfach nur um einen Friseursalon geht. Vielmehr dient dieser als Schauplatz einer Familiengeschichte, in der Vergangenheit und Gegenwart unweigerlich aufeinandertreffen.

Auch musikalisch gab es einen ersten Vorgeschmack: Mit dem Song „Helmut Kohl“ wurde bereits ein Titel aus der neuen Produktion veröffentlicht.

Berlin darf gespannt sein

Mit „Salon Rosie“ erweitern Peter Plate und Ulf Leo Sommer ihre Musicalwelt um ein weiteres Kapitel.

Besonders interessant ist dabei die Entscheidung, nicht einfach eine Fortsetzung zu erzählen, sondern die Vergangenheit einer bereits bekannten Figur näher zu beleuchten.

Die Geschichte zweier Schwestern, die sich trotz ihrer gemeinsamen Herkunft völlig unterschiedlich entwickelt haben, bietet reichlich Raum für große Gefühle, Humor und gesellschaftliche Themen.

Ob „Salon Rosie“ an die Erfolge der bisherigen Produktionen anknüpfen kann, wird sich ab dem 30. Oktober zeigen.

Eines steht jedoch bereits fest: Peter Plate und Ulf Leo Sommer bleiben ihrer Leidenschaft für deutschsprachiges Musiktheater treu und beweisen erneut, dass Berlin ein wichtiger Standort für neue, eigenständige Musicalproduktionen ist.

Die Weltpremiere von „Salon Rosie“ findet am Freitag, dem 30. Oktober 2026, um 19:30 Uhr im Theater des Westens in Berlin statt.

Leave A Reply

Your email address will not be published.

sieben + eins =