Filmkritik: The End of Oak Street

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Dinosaurier, Familienchaos und einige Überraschungen

Mit The End of Oak Street kommt ein Film ins Kino, bei dem eigentlich ziemlich schnell klar ist, worauf man sich einlässt: große Kreaturen, Gefahr, Action und jede Menge Dinosaurier. Und trotzdem schafft es der Film, nicht vollkommen nach Schema F abzulaufen. Gerade einige Momente und Wendungen sind weniger vorhersehbar, als man zunächst vermuten würde.

Ein großes filmisches Meisterwerk sollte man dabei allerdings nicht erwarten. The End of Oak Street erfindet weder das Genre neu noch hinterlässt er das Gefühl, gerade einen der Filme des Jahres gesehen zu haben. Das muss er aber auch gar nicht. Denn als unterhaltsamer Kinoabend funktioniert er erstaunlich gut.

Wenn plötzlich nichts mehr normal ist

Im Mittelpunkt steht eine Familie, deren Alltag ohnehin nicht vollkommen harmonisch verläuft. Doch plötzlich werden die üblichen Probleme ziemlich nebensächlich, denn die Situation entwickelt sich zu einem Kampf ums Überleben.

Und natürlich spielen dabei vor allem die Dinosaurier eine entscheidende Rolle.

Der Film nutzt dabei etwas, das bei dieser Art von Geschichte besonders wichtig ist: Er lässt sich nicht in jeder Szene sofort durchschauen. Natürlich gibt es typische Elemente, bei denen man ungefähr ahnt, in welche Richtung es gehen könnte. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Situationen, in denen der Film einen anderen Weg einschlägt.

Genau diese Momente haben mir besonders gut gefallen.

Denn gerade bei Filmen mit Dinosauriern besteht schnell die Gefahr, dass man irgendwann nur noch darauf wartet, welches Tier als Nächstes auftaucht und wer davor weglaufen muss. The End of Oak Street versucht zumindest, etwas mehr daraus zu machen.

Die Dinosaurier dürfen trotzdem die Stars sein

Seien wir ehrlich: Wer sich für diesen Film entscheidet, möchte Dinosaurier sehen.

Und genau hier liefert The End of Oak Street.

Die Begegnungen mit den Tieren sorgen für Spannung, Action und teilweise auch für dieses schöne Gefühl, das Dinosaurierfilme im Kino auslösen können. Man weiß eigentlich, dass diese Wesen seit Millionen von Jahren ausgestorben sind – und trotzdem funktioniert die Illusion auf der großen Leinwand immer wieder.

Der Film versucht dabei glücklicherweise nicht, seine Dinosaurier nur als kurze Attraktion einzusetzen. Sie gehören fest zur Geschichte und sorgen dafür, dass aus einem ohnehin angespannten Familiengefüge eine Extremsituation wird.

Plötzlich geht es nicht mehr um die kleinen Konflikte des Alltags, sondern darum, zusammenzuhalten und irgendwie lebend aus dieser Situation herauszukommen.

Nicht alles funktioniert perfekt

Trotzdem sollte man die Erwartungen etwas im Zaum halten.

The End of Oak Street ist kein neues Jurassic Park. Und er wird vermutlich auch nicht als großer Meilenstein des Dinosaurierfilms in die Filmgeschichte eingehen.

Dafür fehlt dem Film an manchen Stellen die ganz große emotionale oder erzählerische Wucht. Einige Figuren hätten durchaus noch etwas mehr Tiefe vertragen können und nicht jede Idee wird so konsequent ausgespielt, wie es möglich gewesen wäre.

Aber das hat mich beim Schauen weniger gestört, als ich zunächst erwartet hätte.

Denn der Film weiß ziemlich genau, was er sein möchte: spannende Unterhaltung mit Dinosauriern, einer Familiengeschichte und genügend Überraschungen, damit man nicht bereits nach einer halben Stunde weiß, wie alles ausgehen wird.

Und manchmal reicht genau das vollkommen aus.

Mein Fazit

Mir hat The End of Oak Street gut gefallen.

Nein, für mich ist er kein großes Meisterwerk und sicherlich kein Film, bei dem ich anschließend völlig überwältigt aus dem Kino gegangen bin. Aber ich wurde gut unterhalten – und vor allem gab es einige Momente, die ich so tatsächlich nicht vorhergesehen hatte.

Das ist gerade bei einem Genre, in dem wir inzwischen schon unzählige Dinosaurier gesehen haben, durchaus etwas wert.

Wer mit Dinosauriern überhaupt nichts anfangen kann, wird vermutlich auch durch The End of Oak Street nicht plötzlich zum Dino-Fan.

Wer Dinosaurier allerdings liebt, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

Man bekommt Spannung, Action, große Kreaturen, eine Familie im Ausnahmezustand und einige überraschende Momente. Vielleicht kein Film für die persönliche Bestenliste aller Zeiten – aber definitiv einer für einen unterhaltsamen Abend im Kino.

Mein Urteil: Gut – kein Meisterwerk, aber für Dino-Fans absolut sehenswert.

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