Filmkritik: Shaun das Schaf 2: Ufo-Alarm (Kinostart: 26.09.19)

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Filmkritik: Shaun das Schaf 2: Ufo-Alarm (Kinostart: 26.09.19): 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimmen.

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Originaltitel: A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon
Gesehen: 2D, Kino

Mittlerweile ist Shaun das Schaf wohl allen Kindern und Eltern ein Name. Weltbekannt hat sich das Shaun mit seinen Streichen in die Herzen der Menschen gespielt und ist dabei nicht nur niedlich und listig sondern gleichzeitig auch noch ein Resultat hochkarätiger Filmarbeit. Denn was die vielen Serienstaffeln und die zwei großen Filme von den restlichen Kinderproduktionen unterscheidet ist vor allem die Machart. Alle Lebewesen und Lokalitäten sind nämlich aus Knetmasse produziert und werden durch die Stop-Motion Technik ins Leben gerufen. Das erfordert viel Mühe und Zeit, jedoch ist dafür das Auge fürs Detail auch deutlich geschulter bei den vielen Personen, die an dem Werk arbeiten.
In Deutschland hatte Shaun seinen ersten Auftritt im April 2007. Seitdem begeistert er nicht nur Millionen Kinder weltweit, sondern spricht auch die Erwachsenen an.
Um einmal die Dimensionen des Aufwands hinter der Arbeit zu verstehen, solch einen Film zu produzieren: 14 Animatoren schafften es an einem vollen Arbeitstag gerade einmal rund sieben Sekunden Filmmaterial zu produzieren, was pro Woche etwa acht Minuten Film einbringt. Jedenfalls war dies noch vor gut zehn Jahren so. Mittlerweile gibt es viele vorgefertigte Gesichtsausdrücke und Figuren, die relativ schnell ausgetauscht werden könne, womit deutlich an Zeit gespart werden kann, da nicht jede Bewegung einzeln ausmodelliert werden muss.
2015 wurde dann der erste Kinofilm SHAUN DAS SCHAF – DER FILM in die Kinos gebracht, der sich großer Beliebtheit erfreute.

Im zweiten Kinoabenteuer der Schafsherde, wird es galaktisch, denn Lu-La ist auf der Erde gelandet, ein entzückendes außerirdisches kleines Wesen, dass eine lange Reise aus einer fernen Galaxie hinter sich gebracht hat. Lu-La landet mit ihrem Raumschiff nicht fern von der Farm, auf der Shaun und seine Herde wieder einmal alles auf den Kopf stellen. Diese wollen sich nämlich gern etwas die Zeit vertreiben mit unterhaltsamen Aktivitäten wie Frisbee spielen, rutschen, leckere Mahlzeiten bestellen und vielem weiteren. Doch Blitzer, der Hütehund, vermasselt diese mit all seinen Mühen und sorgt dafür, dass die Herde sicher ist. Als sich die Schafe jedoch immer neuen Irrsinn einfallen lassen, beginnt er regelrecht alles zu verbieten, was abseits von – im Stall stehen und aufs nächste Futter warten – möglich ist.
Als Lu-La von einem Bürger des Dorfs gesehen wird, ist der Aufruhr groß und ein Sonderkommando rückt an, um die außerirdischen Aktivitäten zu untersuchen und plötzlich sind alle Leute im Alien-Fieber.
Dem Farmer entgeht dieses nicht und er möchte, schlau wie er ist, aus der Situation natürlich seinen Profit schlagen und errichtet kurzer Hand einen Freizeitpark rund um das Thema.
Währenddessen lernt Shaun Lu-La zufällig kennen und erkennt die ausweglose Situation des Alienkindes, welches nur versehentlich auf der Erde gelandet ist und nun wieder zurück zu seinen Eltern möchte. Also nimmt er die Rettung selbst in die Hand und hilft Lu-La zurück zu reisen und gleichzeitig dem fiesen Sonderkommando zu entfliehen.
Wird Lu-La ihre Familie je wiedersehen?

Trailer zu Shaun das Schaf 2: Ufo-Alarm

Kurz und bündig kann zusammengefasst werden, dass es sich hier um eine wirklich sehr sympathische Fortsetzung des ersten Teils handelt, die völlig unabhängig thematisch ist. Einzig die Figuren sind eine Konstante, doch bedürfen diese keiner weiteren Vorstellung, da in Sekundenschnelle klar ist, welche Figur welche Charakterzüge innehat und wie die Konstellationen zueinander sind.
Die Handlung ist simpel wie eh und je gehalten, was absolut sinnvoll ist, da es sich ja immerhin um einen Kinderfilm handelt. Abgesehen davon ist dies jedoch auch etwas für junggebliebene Erwachsene, da vor allem die Technik, mit der dieses Werk produziert ist, viel Ansehen verlangt und hervorragend umgesetzt wurde. Gleichzeitig ist die Geschichte auch für alle großen Zuschauer herzerwärmend und rührend.
Ausgestattet mit viel süßem Situationshumor, der insbesondere auf viele andere große Filme verschiedener Genres anspielt, ist es herrlich dem Abenteuer zu folgen. Unter anderem sind Anspielungen auf ARMAGEDDON, TRIBUTE VON PANEM, WALL.E, TRANSFORMERS, E.T. – DER AUßERIRDISCHE und ROBIN HOOD. Wer genau hinsieht wird jedoch auch viele viele weitere Vorlagen entdecken und sich der reizenden Anspielung erfreuen können.
Auch politisch und sozial werden einige wichtige Themen angesprochen, die sehr subtil eingearbeitet werden und somit auch einen gewissen Lehranspruch an Kinder und Jugendliche bietet. So wird beispielsweise das Thema Mülltrennung nicht nur einmal aufgegriffen.
Natürlich handelt es sich hier nicht um einen einzigartigen Film, aber er bietet dennoch ein wirklich schönes Maß an Unterhaltung und entlässt den Zuschauer mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht.
Der Musikeinsatz ist minimal, passt jedoch jeder Zeit hervorragend. Viel mehr wird hingegen mit Tönen und Geräuschkulissen gearbeitet, die es schaffen auch ohne jegliche Sprache den Inhalt simpel und klar darzustellen. Zwar wird eine angedeutete Sprache einbezogen, diese besteht jedoch vor allem aus der Nennung einzelner Namen. Ansonsten handelt es sich nur um schlichte Lautkombinationen.

Leider bildet der Abspann zu dem ruhigen und unterhaltsamen Film einen fetten Stilbruch durch sehr unpassende Musik, das fällt jedoch weniger ins Gewicht für eine Bewertung.

Insgesamt ist dies nämlich ein rund um gelungenes Werk, welches es sich wirklich lohnt mal anzuschauen und sich nicht ausschließlich, aber doch vor allem an Kinder richtet und kaum mehr und bessere Unterhaltung bieten könnte.

Humor: 6/10Action: 0/10Erotik: 0/10
Niveau: 7/10Gefühl: 6/10Musik: 7/10
Spannung: 3/10Gewalt: 0/10Idee: 9/10

Gesamtbewertung: 8/10

Viel Spaß im Kino!

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