Filmkritik: Die Winzlinge 2 – Abenteuer in der Karibik (Kinostart: 21.02.19)

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Gesehen: #2D #Kino

Nachdem ich mehrfach die Filmempfehlung erhalten habe die Winzlinge zu gucken, habe ich mir nun auf Amazon Prime kostenlos den ersten Teil angesehen, um kurze Zeit später auch den zweiten gucken zu können. Ich kann schon vorwegnehmen: Ich bin durchaus dankbar für den Tipp!

Im zweiten Abenteuer des Marienkäfers, der Ameise und einigen weiteren Figuren finden die Ameisen eine Zuckerdose im Regal eines Süßwarengeschäfts. Dies bleibt nicht unbemerkt. Die bösen Ameisen, die sich wohl für die Geschehnisse im ersten Teil rächen wollen, beobachten das Geschehen. Daraufhin funkt der Anführer der Guten nach Hilfe, worauf der Marienkäfer erscheint und die Ameise rettet. Durch einen blöden Unfall fällt der Sohn des Marienkäfers in eine Kiste, nach dem er versuchte seinem Vater zu unterstützen. Dieses Paket wird verschlossen und in die Karibik versandt. Für den Vater beginnt eine spannende Rettungsmission, bei der es nicht nur um den kleinen Sohn geht.

Wie schon im ersten Teil erwartet den Zuschauer ein Erlebnis völlig ohne jeglichen gesprochenen Dialog. Der komplette Film lebt von der Geräuschkulisse sowie den Surr- und Summgeräuschen der verschiedenen Insekten. Daher muss ich meinen höchsten Respekt für die Sounddesigner aussprechen, die eine überragende Leistung erbracht haben!
Doch auch inhaltlich hat der Film viel zu bieten. Trotz einer recht kurzen Laufzeit passiert extrem viel und zusätzlich zur eigentlichen Hauptstory, welche schon allein einen gesamten Film füllen würde, wird eine ebenfalls filmfüllende Nebenstory aufgebaut. Dabei ist positiv zu erwähnen, dass die Produzenten auf viele Probleme der heutigen Zeit aufmerksam machen, wie zum Beispiel Umweltprobleme, Klimaschutz, Lebensraumzerstörung und vieles Weiteres.
Mehrfach wurden dabei auch Bezüge zum ersten Teil hergestellt, weshalb ich jedem empfehle diesen auch zu gucken. Die Setausstatter haben faszinierende Arbeit geleistet, da sie sehr auf Kleinigkeiten geachtet und Liebe zum Detail gezeigt haben. Dabei fallen mir auch gleich die tollen Drehorte ein, wie die chinesische Mauer, ein Uboot oder ein Frachtflugzeug.
Die Story wurde recht ernst und mit einer dramatischen Note gestaltet und ist für einen Stummfilm erstaunlich dramaturgisch stark. Insgesamt handelt es sich um eine tolle Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn, einem jungen Pärchen sowie einer Grenzen überwindenden Freundschaft. Dabei werden erstaunlicherweise nahezu alle Genres einmal angeschnitten: von Drama bis Komödie, von Romanze bis Thriller bis hin zu leichten Andeutungen eines Horrorfilms.
Gestört hat mich eigentlich nur, dass der Film nicht mehr ganz so Naturverbunden ist, wie im ersten Teil, doch dies ist nicht ganz so dramatisch.

Insgesamt handelt es sich um eine wirklich tolle Produktion und ich bin begeistert, dass Filmemacher der heutigen Zeit noch etwas zu sagen haben, auch ohne jeglichen Dialogtext und noch viel mehr, dass Zuschauer dem noch in großen Scharen lauschen und genießen.

Humor: 5/10Action: 5/10Erotik: 4/10Niveau: 7/10
Gefühl: 8/10Musik: 10/10Spannung: 6/10Gewalt: 1/10

Gesamtbewertung: 9/10

Viel Spaß im Kino!

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