Filmkritik: Late Night – Die Show ihres Lebens (Kinostart: 29.08.19)

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Originaltitel: Late Night
Gesehen: 2D, englisch, OmU, Kino

Late Night Shows gehören seit Jahren zum Standardrepertoire der meisten Fernsehsender. Sie stammen ursprünglich aus den USA (wer hätte das gedacht?!) und sind durch ihre späte Sendezeit in den Terminus einzuordnen, sowie durch einige häufig genutzte Inhaltsabschnitte, die immer wieder aufgegriffen werden. In der US Terminologie gelten Shows erst ab der Sendezeit 23:00 Uhr als Late Night Programm. Üblicherweise werden aktuelle Meldungen aus Presse und Medien aufgegriffen und je nach Qualität der Sendung verulkt und durch den Kakao gezogen oder satirisch aufgearbeitet. Häufig werden auch Musikacts und berühmte Gäste für ein Live-Interview eingeladen. In Deutschland ist dieses Format immer weniger vertreten. Aktuelle populäre Beispiele sind „Late Night Berlin“ oder „Luke – Die Woche und ich“, die auf den Sendern Pro Sieben und Sat 1 ausgestrahlt werden.
Die erste Show weltweit, die diesem Format entsprach, war die „The Tonight Show“, die erstmals am 27.09.1954 unter dem Titel „Variety Show“ auf NBC ausgestrahlt wurde.

In „Late Night – Die Show ihres Lebens“, der unter der Regiearbeit von Nisha Ganatra entstand, geht es um genau solch eine Show und deren langjährige Moderatorin Katherine Newbury (Emma Thompson), die seit vielen Jahren als Ikone ihrer Tätigkeit im Geschäft ist. Leider jedoch nimmt die Qualität der Show durch verträumte und gelangweilte, sowie auch anderweitig beschäftigte Autoren stets ab, weshalb auch ihre Popularität deutlich sinkt und sie vom Sender vor ein Ultimatum gesetzt wird. Angesichts dieser Tatsache beginnt Newbury wieder die Wurzeln ihrer Show zu ergründen und sich direkt mit den Autoren zu beschäftigen. Doch das Team hat sich deutlich verändert und schnell wird klar, wie wenig Wert sie die vergangenen Jahre auf ihre Mannschaft gelegt hat. Das einsichtig denkende Volk aus Männern wird durch die Einstellung einer recht nervösen, verzweifelten Frau aufgemischt und auf neue Fährten geführt. Doch wird das reichen die Karriere und damit auch das Leben der Berühmtheit zu retten?

Manche Filme lassen uns Kritiker einfach ratlos zurück, denn was soll man zu diesen schreiben? Es kann echt befreiend wirken einen völlig katastrophalen Film, trotz aller respektabler Mühe, die dahinter steckt, nieder zu schreiben, ebenso wie es geradezu Spaß macht, die einmaligen Besonderheiten eines hervorragenden oder gar epischen Werks herauszukristallisieren. Ziemlich schrecklich jedoch sind genau solche Filme, wie wir ihn hier besprechen, denn diese Art gab es schon unzählige Male, die Handlung ist vollkommen okay, aber absolut nichts besonderes und auch stilistisch bewegt sich das Werk mitten in der großen grauen Masse an Neuproduktionen.
Immer wieder gespickt mit Lachern und aktuellen Themen, wir der gleiche Einheitsbrei wie immer aufgewärmt und sorgt für ausreichend seichte Unterhaltung, die kein Quäntchen zu viel Anspruch enthält.
Der ganze Film hangelt sich wie in einer Comedy-Show von Witz zu Witz, um schlussendlich noch ein wenig auf die Tränendrüsen zu drücken. Es entsteht der Eindruck, dass das Gezeigte auch der tatsächlichen Realität entspricht, sprich die Autoren und Produzenten wirken genauso altbackend, wie die gezeigten Autoren aus der Geschichte.
Erst ganz zum Schluss ist dann doch noch ein sinnvoller Gedankenblitz durch das Gehirn eines Beteiligten geströmt und hat das Ruder noch einmal ein wenig herrumgerissen, was jedoch nicht mehr ausreichte, um die Produktion zu retten.
Dennoch muss erwähnt werden, dass sowohl Haupt- als auch Nebendarsteller sich sehr Mühe gegeben und aus dem verkorksten Drehbuch noch das bestmögliche herausgeholt haben.

Humor: 5/10Action: 0/10Erotik: 0/10
Niveau: 5/10Gefühl: 3/10Musik: 2/10
Spannung: 0/10Gewalt: 0/10Idee: 5/10

Gesamtbewertung: 5/10                 Genrebewertung: 6/10

Viel Spaß im Kino!

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