Kritik: The Band – Das Musical

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Fast jeder Teenie hat es durchlebt, die Phase einer Boyband ob in den 90er Jahren Take That oder später die Backstreet Boys jeder war mal Fan. Jeder kennt das Gefühl alles verschlingen zu müssen, was mit den Idolen zu tun hat, der eine mehr, der andere weniger. Aber dennoch gehört es doch irgendwie dazu, dass ein Mädchen einmal so eine Phase durchlebt habe muss. Mit allem was dazugehört Autogrammstunden, Konzert oder gar Nächte vor dem Hotel erleben. Es sind besondere Erinnerungen, die man kreiert, die einem nichts und niemand mehr nehmen kann und die man später im Leben auch nicht macht.  

Das aktuelle Musical ‚The Band‘ greift genau dieses Thema auf, 5 Mädels Fan von einer Boyband durchleben genau diese Phase. Vor dem TV schmachtend werden die Auftritte analysiert und bis ins kleinste Detail auseinandergenommen. Man hört gemeinsam die Songs und geht zusammen zu Konzert. Diese 5 Mädels erleben genau diese besondere Zeit zusammen und schwören sich, dass nichts und niemand sie trennen kann. Untermal wird die Geschichte mit den Songs der Band Take That, die dieses Musical mitproduziert haben. Als Zuschauer wird man direkt in die eigene Jugend zurückversetzt, und man ist erstaunt, wie textsicher man noch ist. Plötzlich sind sie wieder da, die Erinnerungen an die eigene Teenie Zeit.

Doch das was sich die 5 Mädels in Teenie Tagen geschworen haben, gehört schnell der Vergangenheit an, denn das Schicksal trennt die Mädchen, die einst zusammen wie ein Band waren. Und durch eine spontane Idee dürfen sie noch einmal zusammen auf ein Konzert ihrer Band gehen und noch mal gemeinsam erleben was sie vor 25 Jahren erlebt haben. Dinge die unausgesprochen waren, wurden endlich aus der Welt geschafft.

Es ist ein tolles Musical mit tollen Momenten und vor allem mit einer tollen Songauswahl, so dürfen Songs wie ‚Could it be magic‘ oder ‚Pray‘ nicht fehlen und das Highlight ist ‚Back for good‘ und ‚Never forget‘. Die Auftritte der Band sind gut in die Geschichte eingebaut. An der einen oder anderen Stelle, hätten die Auftritte länger sein können, so dass man noch den einen oder anderen bekannten Titel einbauen hätte können. Aber die Darsteller der Band sind super ausgewählt und bringen eine gute Leistungs, sowohl gesanglich als auch tänzerisch. Die Mädels sind alle toll, sei es die Teenies als auf die Frauen 25 Jahre später. Eine gute Wahl, jede Rolle für sich. Die Kostüme der Band sind an die Outfitts von Take That gelehnt und passen super ins Musical.

Alle die nah am Wasser gebaut sind, sollten die Packung Taschentücher nicht vergessen. Also Mädels, jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt eure Mädels von damals zusammen zu trommeln und noch einmal die Erinnerungen aufleben zu lassen, denn die Vergangenheit ist das, was euch zu den Menschen gemacht hat, die ihr heute seid.

Wir fanden das Musical großartig, gerade weil wir selbst solc eine Zeit miterleben durften und unsere Mädels von damals immer noch unsere Leben begleiten – worauf wir stolz sind. Uns hat unsere Zeit zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.

Die Band Take That mit ihren Sängern Mark Owen, Howard Donald und Gary Barlow bei der Präsentation des Musicals – The Band – im Stage Theater des Westens in Berlin Copyright: Eventpress Radke 01.04.2019

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