Filmkritik: Halloween Haunt (Kinostart: 31.10.19)

Von Scott Beck und Bryan Woods

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Gesehen: 2D, synchronisiert, deutsch, Kino

Diesmal können wir es kurz und bündig halten: Tut ihn euch nicht an. HALLOWEEN HAUNT ist weder gruselig noch brutal noch hat er eine spannende Story zu bieten. Einzig und allein die vielen Anspielungen auf andere Filme machen den Film etwas unterhaltsam. Unter anderem sind Bezüge zu RED RIDING HOOD, ESCAPE ROOM, HUMAN CENTIPEDE, FINAL DESTINATION sowie tatsächlich auch ein wenig KEVIN – ALLEIN ZU HAUS erkennbar ohne das diese jedoch wirklich intelligent ausgespielt wurden.

Happy Halloween!

Eigentlich möchte der Film eine Geschichte über eine kleine Gruppe Studentinnen erzählen, die zu Halloween etwas unternehmen wollen und sich daher überlegen in ein Gruselhaus zu gehen. Nachdem sie eine Ewigkeit damit verbringen das richtige herauszusuchen, stoßen sie zufällig auf eines mitten im Wald. Da der Pförtner-Clown bereits irgendwie creepy ist, sind alle gleich hell auf begeistert und wollen dort hinein. Während es anfangs eher langweilig und kindisch wirkt, ändert sich doch schnell die Stimmung als plötzlich jemand scheinbar vor ihren Augen ermordet wird. Doch auch das wirkt noch wie eine große Show. Erst als einer der Freunde dann gänzlich verschwindet kippt die Begeisterung und die Gruppe möchte schnellstens wieder raus aus dem Haus. Doch so einfach ist das nicht. Die Wege sind versperrt, die Notausgänge zugemauert, wie sollen sie nur flüchten?

Enttäuschend und unspektakulär

Mit äußerst langweiligen und altbekannten Schockmomenten versuchen die Produzenten, die auch schon an dem überragenden A QUIET PLACE mitgewirkt haben, die Zuschauer zu begeistern. Jedoch ziemlich erfolglos. Es kommt keine Spannung auf, da nach kurzer Zeit die Örtlichkeiten bekannt sind und sie wie in jedem zweitklassigen Slasher kein bisschen gruselig wirken. Dazu kommt eine flache und sehr platte Geschichte sowie harmlose Horrorelemente die absolut keine FSK 18 rechtfertigen und vergleichsweise mit SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK vollkommen niedlich wirken. Die Figuren verhalten sich stets dämlich und hätten die Geschichte mit einigen geschickten Taten schon deutlich früher beenden können. Dazu kommt, dass der gesamte Film im Dunkeln spielt und es daher nicht schwer fällt dabei auch getrost mal einzuschlafen.

Einzig positiv ist wohl zu nennen, dass Halloween Haunt sich selbst absolut nicht ernst nimmt und diverse Momente eher auf die Schippe nimmt als ernsthaft auszuspielen. Dadurch findet zumindest ein wenig Humor Platz in dem Werk und lässt den Zuschauer hin und wieder mal schmunzeln, wenn auch zumeist eher wegen der Dummheit der völlig hirnlosen Protagonisten.

Bleibt nur noch einmal zu erwähnen, dass sich ein Besuch absolut nicht lohnt, die FSK vollkommen über die letztendliche Qualität hinwegtäuscht und es deutlich mehr zu lachen als zu gruseln gibt. In der Schule hätte es geheißen: Sechs setzen, Thema verfehlt!

Humor: 2/10 Action: 1/10 Erotik: 0/10
Niveau: 0/10 Gefühl: 0/10 Musik: 1/10
Spannung: 1/10 Gewalt: 3/10 Idee: 2/10

 

Gesamtbewertung: 1/10

Viel Spaß im Kino!

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